Also, ich bin letztes Jahr am 22.September losgeflogen über Madrid nach Lima, Peru und am nächsten Tag gleich weiter noch eine Flugstunde nach Cuzco. Am 2.Oktober habe ich angefangen dort in einem Kinderheim für Waise, Halbwaise, Verstoßene, Taubstumme und sonstige Spezialitäten zu arbeiten. Viel mir am Anfang ziemlich schwer, da ich wenig Unterstützung von einem der wenigen Festangestellten dort bekommen habe, kaum spanisch sprach und außerdem erst ein paar Tage in diesem Land war. Naja, nachdem ichs nach knapp einer Woche sogar geschafft habe in den richtigen Combi einzusteigen und auch noch an der richtigen “Haltestelle” auszusteigen war ich schon ziemlich glücklich. Meine Gastfamilie war ok, aber nur soweit, dass ich es leichter hatte mich in Peru zurechtzufinden. Nach 5 Wochen habe ich meine Sachen gepackt und bin mit einer Deutschen, die ich dort kennenlernte in das Stadtinnere gezogen. Habe viele Menschen aus ziemlich allen Ländern kennengelernt, schön Spanisch gelernt, immer wieder kleine schöne Reisen z.B. kurz nach Bolivien oder Chile runter unternommen bis ich nach knapp 6 Monaten ganz fertig war mit meiner freiwilligen Arbeit dort und für längere Zeit wegkonnte. Fast 3 Monate war ich noch in Peru und Bolivien(vor allem La Paz und im bolivianischen Djungel) unterwegs. Am 5. Juni war ich schon wieder in Deutschland, was mich schockierte, traurig machte und schlichtweg überforderte, aber natürlich auch fröhlich wieder da zu sein. Nach 2 Tagen konnte ich wieder problemlos deutsch sprechen und nach wenigen Wochen habe ich mich mit dem deutschen Leben arrangiert.
Mittlerweile habe ich ein Praktikum bei einem Werbe- und Industriefotografen hinter mir, mit dem ich arbeitend Litauen, Holland, Paris und einige deutsche Städte gesehen habe. Im Moment bin ich bei einem Mediendesigner gelandet. Für Spanisch hab ich mich an der Uni in Würzburg eingeschrieben, weiß aber noch nicht wie weit ich das wirklich verfolgen werde.
Südamerika war das Schönste was ich je gesehen und das Wichtigste was ich je erlebt habe, das man das nicht immer haben kann ist ein scheiß harter Schlag(ich träume nunmal gern), sobald ichs wieder hinbekomme flieg ich wieder los. Richtung Argentinien die Wasserfälle von Iguacu angucken, die gefundenen Freunde wiedersehen, ein bisschen helfen und sehr beeindruckt sein. Bis dahin ist die Zukunft ungewiss.
Der Abiball war rum und ich habe Montags gleich angefangen als billige Arbeitskraft bei Würth Elektronik zu jobben. Es stand noch in den Sternen wann ich eingezogen werde, weil die lieben Leute vom KWEA Schwäbisch Gmünd mich zu spät gemustert hatten. Ich wusste nur, dass es evtl. 1. Oktober sein könnte. Es kamm dann doch die Einberufung zum 1. Januar.
Am 2. Januar bin ich dann deluxe 1. Klasse nach Germersheim gefahren um meinen Grundwehrdienst anzutreten. Natürlich ist es plötzlich was ganz anderes, denn dein Leben wird jetzt von irgendwelchen Leuten, die mehr auf der Schulter haben (Dienstgrad) als du, bestimmt. Jetzt sagt natürlich jeder gleich: Selber schuld, aber ich muss sagen, es gibt überall Momente wo man denkt, wieso hab ich das so gewählt. Zum Glück gab es mehr Momente wo man es cool findet was man gemacht hat, oder zumindest im Nachhinein stolz ist, so etwas geleistet zu haben. Und so schnell wie man sich dort mit (am Anfang) noch wildfremden Leute anfreundet, ist auch ziemlich cool, vor allem weil es auch Leute sind, mit denen man normalerweise nie etwas zu tun hätte. Der Höhepunkt der AGA war dann auch das Gelöbnis, einfach unbeschreiblich!
Die Grundausbildung war dann rum und zum 29.03. wurde ich dann nach Ellwangen versetzt. Dort ging dann das Gammelleben los, von dem man soviel hört. Von Morgens bis Abends nur rumsitzen und auf Pause/Dienstschluss warten, einfach deshalb, weil die Dienstgrade nicht wissen, was sie mit uns GWDL’ern machen sollen. Ich hatte das Pech/Glück in den Stab kommandiert worden zu sein und saß den ganzen Tag dann vor dem PC, meistens mehr spielend als arbeitend. Je näher das Dienstzeitende rückt, desto fauler wird man und scheißt auf alles was einem gesagt wird, oder sie lassen es gleich ganz.
Und am Donnerstag war es dann soweit. Der Bundesminister der Verteidigung sprach mir Dank und Anerkennung für meine geleisteten treuen Dienste aus. Jetzt chill ich erstma daheim und fang dann vlt. ein Wirtschaftingenieurwesen-Studium an.
Achja… ich würde mich wieder für die Bundeswehr entscheiden, wenn ich nochmal die Wahl zwischen Bund und Zivi hätte.
Ich denke jeder sollte am Anfang etwas schreiben über die Zeit nach dem Abi bis jetzt. Als Intro, Einstieg, Zugang zur jeweiligen Person. Der Prolog sozusagen.
Gleich nach dem Abi habe ich mein Grundpraktikum fürs Studium gemacht. 8 Wochen Fräsen, Drehen, Schraubstock, danach mit Agathe und Maren ne WG gesucht und auf den letzten Drücker gefunden. Seitdem wohne ich jetzt mit den beiden recht harmonisch eigentlich zusammen. Liegt wohl auch zu nem großen Teil daran, dass ich dort nur zum Studieren bin, an den Wochenenden bin ich Zuhause oder bei meiner Freundin in Kaiserslautern. Das Studium (Luft- und Raumfahrttechnik) läuft ganz gut. In 3 Wochen gehts ins nächste Semester und ein bisschen freue ich mich auch darauf endlich wieder einen Tagesrhythmus zu aufgezwängt zu bekommen.
Die Freizeit füllt sich selbstständig bei mir mit Volleyball, Lesen, Freundin, Internet. Ich bin glücklich. Mein Studium könnte jetzt schon (nicht erst im Hauptstudium) etwas interessanter sein und ich könnte mich noch wohler fühlen in der Wohnung in Stuttgart, aber das Leben ist ja weder Wunschkonzert noch Ponyhof, also bin ich per definition glücklich. Und das ist garnichtmal so übel (:
Als kleinen visuellen Einstieg habe ich noch ne kleine Kamerafahrt durch unsere WG. Ich hoffe Maren und Agathe haben nichts dagegen, wenn doch, klagt gegen youporn youtube, die haben schließlich das video gehostet.
Der erste Post. Der Anfang. Die Geburt ?
Was wird es ? Junge, Mädchen, Arschloch ? Das wusste ich bei der alten nullsex.com nicht und ich weiß es jetzt genauso wenig. Die alte hat es ganz gut geschafft erwachsen zu werden und ist jetzt ins Altersheim abgeschoben. Ihr Leben war nicht schillern, aber hat sich redlich bemüht unsere Anforderungen zu erfüllen. Was aus diesem, ich nenn es mal, blogommunity, wird, weiß ich nicht, ist wohl ein zu weites Feld. Die Vorraussetzungen, dass man sich hier mal wieder online trifft und sich austauscht stehen garnichtmal so übel. Vielleicht finden sich sogar fremde Leser und wir gelangen alle zu Weltruhm ? Es wäre auf jeden Fall toll, wenn sich noch weitere 06er einfinden, die hier und da mal was aus ihrem Leben erzählen, die Seite mit Inhalt und Leben füllen und das Kind so großziehen. Die Hebamme würde sich freuen. Meldet euch bei ihrihm mir.